was lange währt

endlich sind sie fertig! Immerhin sind unsere Jüngsten noch mehr als ein Jahr im Kindergarten. Immerhin:-) Meine Mutter hat Stoff (Wachsstoff) gekauft, doch dann kam ein Umzug dazwischen. Im August hat sie mir das ganze Bündel gebracht und meinte: ich habe grad überhaupt keine Zeit – kannst du? Dann lag das Bündel bei mir rum und sammelte Staub an. Am Geburtstag der Zwillinge nahm sie es wieder zu sich mit den Worten: nun bin ich umgezogen und habe wieder Zeit…

Naja, wie ich im April diesen Stoff sah wusste ich: GENAU, DIES IST ES! Und sie sind tatsächlich so herausgekommen wie ich mir erträumt habe.

Ich dachte ja, ein Täschchen könnte mit hellblau, das andere mit Pink abgefasst sein und fragte die Girlies nach ihrem Lieblingsstoff. Beide wollten beide Stoffe, sie sind also fast identisch. Ich habe verschiedene Schrägbänder genommen, und die Zierborden sind auch unterschiedlich.

Genau wie die Zwillinge: fast gleich mit einigen wenigen Unterschieden:-)

Those bags should have been done by last spring. My mom wanted to sew some, with oil cloth, but she moved house and had no time. She brought me the material in August saying: you got more time. In December, at their birthday, she took the bundle back saying: I’ve done moving and now it’s me who has more time. 

In April I saw this material and I just knew how it will look like and to my amazement it actually came out exactly the way I dreamed it should. Originally I wanted to add two different colors, one blue the other one pink. But as I asked the girlies which they prefer the both wanted both. So they are almost identical, just the bias tape is different. Like our twins, almost alike with small differences:-)

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endlich fertig…

Von einer lieben Bekannten erhielt ich einen wunderschönen, grünen Wollstoff. Leider, leider ist das schon eine Weile her, weil ich mir sehr genau überlegte wozu ich ihn verwenden möchte. Wozu wusste ich sehr schnell, nämlich Kleider für unsere Kleinen. Doch was genau, das war die Frage.

From a dear friend I got a beautiful cloth, green and wool. Unfortunately this is some while ago, partly because I could not decide what to do with it. Or rather, what kind of dress for our little ones.

Und um es umso schwerer zu machen wollte ich natürlich nicht einfach ein Schnittmuster kaufen, sonder selber eines kreieren…also Pinterest:-)

To make the task even harder I did not just buy a pattern but wanted to create my one…so I turned to Pinterest.

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Nachdem ich zuerst die Oberteil zu eng genäht, und dann mit den Reissverschlüssen ewig brauchte eröffneten mir die Girlies, dass sie die Röcke blöd finden. Naja, schlicht wäre ein anderes Wort! Ich versuchte sie ein bisschen aufzupeppen, mit wenig Erfolg. Wir haben nun ausgemacht, dass sie die Kleider ein Mal anziehen – irgendwie muss man ja Fotos machen – und dann überlass ich es ihnen ob sie sie weitertragen wollen. Verkaufen wär ja auch ne Option.

First I made them so small, then I run into trouble while putting in the zippers. Then the girlies said: this dresses are dump, we do not like them. They do not look fancy, I agree, a bit dull even. So I pepped the up a bit and we agreed they would wear them once, so I could at least make some photos. After that its up to them. I could still sell them.

Ich brauche einen Rat!

liebe Zwillingsmütter

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen…?

Unsere 5 Jährigem, eineigen Zwillingstöchter entwickeln sich gut. Sie sind seit August im Kindergarten und spielen dort selten miteinander, sind sehr gut integriert. Zuhause streiten sie sich, spielen intensiv miteinander – halt ganz normal. Wir haben schon 2 grosse Töchter, so dass wir in etwa ein Gefühl haben was nun Zwilling-spezifisch ist, und was ganz normal.

Gestern sind die zwei zum 1. Mal zum spielen bei einer Kindergartenfreundin eingeladen worden. Und das beschäftigt mich, denn wenn ich mich recht erinnere hatten wir bei unseren grossen Töchter viel früher und vor allem öfters Einladungen. Natürlich sind:

  • 2 sind einfach eine Übermacht
  • Mütter welche nur 1 Kind haben fühlen sich vielleicht mit der dreifachen Anzahl von Kindern überfordert

Doch nun was tun? Was würdet ihr mir raten? Ich wünsche mir, dass sie Beziehungen aufbauen können, alleine oder zu zweit. Aber ich kann ja den anderen Müttern nicht beide zusammen aufzwingen. Wie habt ihr das gelöst?

Soll ich die beiden trennen und separat für sie abmachen? Andere Kinder zu uns einladen passiert schon, sie spielen täglich hier in der Genossenschaft mit Kindern verschiedenen Alters.

Habt ihr andere Ideen?

10 Tipps für die ersten 12 Wochen mit Zwillingen

Im Netz kursiert grad eine Blogparade, die ersten 12 Wochen mit Zwillingen. Eigentlich ist ja dieser Blog gedacht um mein Genähtes auszustellen. Doch das hier ist auch ganz lustig. Hier also meine 10 Tipps, doch das soll nur zur Ideenfindung dienen. Jeder tickt anders und braucht anders Hilfe

≠ 1 lasst euch nicht kirre machen von den Schwestern auf der Neonatologie! Reifgeborene Kinder dürfen trinken soviel oder sowenig wie sie wollen, da wird nicht gewogen und Listen geführt. Auf der normalen Gebärstation wird den Müttern vermittelt: „du weisst das schon, hör auf dein Kind, lass dir Zeit und ihr kriegt das gut hin!“ Leider sind das nicht die Botschaften auf der Neo, zumindest bei mir nicht.

≠ 2 Zwillinge sind keine Katastrophe, auch wenn das viele behaupten. Die eigene Gelassenheit wird sich auf die Kleinen übertragen. Ich habe meine zwei nie getaktet, und lustigerweise haben sie sich abgewechselt mit meinerzeitbeanspruchenwollen. Mal wollte die eine, dann die andere mehr Aufmerksamkeit, häufigere Mahlzeiten, ect Ich persönlich fand das viel entspannter und habe es dann auch genossen mich um die einzelne zu kümmern. Nachts kamen sie freundlicherweise selten mehr wie 2x pro Kind und das meist zeitlich nah aufeinander – sonst hätte ich vielleicht anders reagiert.

≠ 3 Besuch einspannen. Sei es zum wickeln, baden oder was auch immer. Wir hatten an vielen Nachmittagen Kinder auf Besuch, von unseren grossen Mädels (damals 7 und 10). Man kann schliesslich selten „Zwillingekuckengehen“ da die meisten in dem Alter grössere Geschwister haben:-) Erstaunlicherweise haben sich die Zwillinge sehr gerne kuscheln lassen von den Kindern.

≠ 4 Mahlzeiten en gros an einem Nachmittag (1x pro Woche) kochen und gleich einfrieren.  Morgens die Portion aus dem Tiefkühler nehmen und schnell gehts. Unsere Älteste hat Zöliakie und so fiel alles weg was man sonst an schnellen Menus kochen könnte. Wir waren noch nicht so geübt und deshalb gab es während einem Jahr eigentlich nur vier verschiedene Mahlzeiten. Die grossen Mädels haben sich erstaunlicherweise nie darüber beklagt und das rechne ich ihnen hoch an!

≠ 5 Putzfrau! Eine Bekannte „bot“ mir ihren Teenie an, der mitten im Schuljahr die Schule abbrach und den sie beschäftigt haben wollte. Er hat mir sehr zuverlässig und schnell alle Böden und beide Badezimmer geputzt.

≠ 6 schlafen wenn die Kleinen schlafen, auch tagsüber. Unsere versanken in den Tiefschlaf sobald die Grossen in der Schule waren! Dafür schrien sie Mittags und Abends wenn wir eigentlich essen wollten:-)

≠ 7 Staub und Dreck akkumuliert sich zwar, doch von der Arbeit her ist es dasselbe ob ich alle 4 Wochen oder alle 2 Tage abstaube. Fazit: aufschieben oder den Besuch um Hilfe bitten.

≠ 8 die Wäsche habe ich tagsüber in die Waschmaschine geworfen und abends gemeinsam mit meinem Mann aufgehängt. Das heisst er hing die nasse Wäsche auf, ich nahm die trockene weg und legte sie gleich zusammen. Neben der Arbeitsteilung auch die Möglichkeit den Tag zu besprechen und auszutauschen.

≠ 9 stillen. Ich hoffe ich kann das ohne Druckmachenwollen rüber bringen. Unsere zwei kamen als Flaschenkinder aus der Klinik, die ersten 3 Wochen habe ich abgepumpt und nachher zuerst eine dann am folgenden Wochenende die andere auf die Brust umgestellt. Dazu hat mein Mann das Wochenende alleine geschmissen und ich habe nur gestillt, und gestillt, und gestillt…

≠ 10 sich eine gute Hebamme besorgen! Meine kannte ich schon von meiner ersten Tochter her und sie ist Gold wert! Den ersten Satz den sie sagte wie sie zur Tür rein kam war: das kommt gut, deine Mädels und du schafft das gut!

 

Eigentlich habe ich das erste Jahr als relativ locker erlebt. Klar, wir sind dabei nur zweimal umgezogen, die Älteste brach sich das Bein da waren die Zwillinge erst 5 Monate alt, 4 Wochen in Westafrika mit Malariagefahr. Aber sie waren friedlich, schliefen gern und viel und becircten alle um sie rum. Schwierig wurde es erst als die beiden die Welt zu Fuss entdeckten. In den letzten 3 Jahren half mir da folgendes:

  1. Trampolin im Wohnzimmer
  2. die Möglichkeit bei JEDEM Wetter mindestens 3h draussen sein zu können dank überdachten Gängen hier in der Genossenschaft, ideal zum Trottifahren!
  3. Leinen, um sie halbwegs sicher im Strassenverkehr manövrieren zu können. Sonst wären wir noch heute mit Kinderwagen unterwegs…

Weitere Artikel zu diesem Thema findet ihr:

Anni: Zwillinge. Eine Gebrauchsanweisung Einerschreitimmer.com

Melanie: Überlebenstipps für Zwillinge in den ersten 12 Wochen 2inside4life.wordpress.com

Kerstin: Wie packen Mama und Papa die ersten Wochen mit uns chaoshoch2.com

Carolin: Dachbuben dachbuben.com

Häh?

Zwillinge zu haben bietet immer wieder Stoff für gute Geschichten. So heute. Ich unterwegs vom Kindergarten weg nach Hause zu Fuss, schiebe mein Fahrrad. Eine sitzt auf dem Sattel, die andere läuft nebenher. Und links und rechts überholen immer wieder mal Schulkinder die einen Tick schneller sind wie wir. Ein Mädchen überholt uns, schaut zurück und sagt:

„Hihi, man könnte direkt meinen das seien Zwillinge“. Schaut sich erst die eine, dann die andere an, heute ganz verschieden angezogen. „Äh, das sind keine Zwillinge, oder?“…..“Hm, oder doch?“

Wir lachen uns nur an und ich nicke mit dem Kopf… Keine Angst, ich stelle bald Fotos hier ein, bin ich einfach nur noch nicht dazu gekommen!

Ich hab’s so gut!

Auch wenn es vorkommt dass ich zwischenzeitlich etwas anderes sage: Zwillinge zu haben ist ja so toll! Hier meine Begründung:-)

Es spart Zeit und Schmerzen, schliesslich erspart man sich eine Schwangerschaft inklusive Geburt. Dem Krankenhaus Medikamente, Betten und Personal. Ich brauch ja nicht alles doppelt.

Zugegeben, wenn zwei Kinder anfangen selber zu essen entsteht eine Sauerei am Boden und sonstwo. Ob ich viel oder wenig Dreck vom Boden kratze, der Aufwand bleibt in etwa dergleiche. Allerdings lässt es sich nicht leugnen, dass zwei Menschen definitiv mehr Wäsche verursachen wie einer.

Zwillinge halten fit, rennen in zwei Richtungen gleichzeitig erspart das unangenehme Joggen.

Ich muss kein trauriges Nesthäckchen nach Hause schleppen derweilen Kind NR 3 im Kindergarten bleiben darf. Und, sie spielen am Nachmittag miteinander Kindergarten. Beide wissen was dabei zu tun ist und sind blendend aufeinander abgestimmt.

Der Ablauf vom Kindergarten wird mir bildlich dargestellt. Auch wenn sich das einzelne Kind wenig mitteilt, im Zusammenhang habe ich einen ziemlich guten Eindruck was da so abläuft und muss die arme Kindergärtnerin nicht mit unnötigen Fragen belästigen.

Sie bringen sich gegenseitig die fehlenden Passagen der Kinderlieder bei. Und was noch fehlt fällt vielleicht der Mama noch ein aus längst vergangenen Kindertagen.

Kleider nähen in Hülle und Fülle! Das beste ist, nach dem ersten Durchgang kann man dasselbe Kleid gleich nochmals üben:-)